Die Geschichte

Das Volk Gottes wird herumgebeutelt und überall von den triumphierenden und ungebremsten Bewegungen des Materialismus und Hedonismus bedrängt. Wie Laurentin zu sagen pflegt, hat sich die Welt beschwingt der Sünde ausgeliefert und läuft auf ihren Untergang zu. Selbst das Wort Sünde ruft Verlegenheit oder Abneigung hervor und man spricht nicht mehr darüber, wie bei einer bereits überwundenen Angelegenheit. Aber die schrecklichen, täglichen, Lokal- und Weltnachrichten widersprechen durch die Vorkommnisse solcher Illusion.

Wieso sollte Gott nicht auch in dieser Ansammlung von extremen Bosheiten extreme Heilmittel einsetzen? 

In den Nachkriegsjahren konnte man einer Vielzahl außerordentlicher, mystischer Phänomene beiwohnen, wie Erscheinungen, Eingebungen, Botschaften des Himmels, die praktisch in allen Ländern der Erde vorkamen. Der bekannte französische Mariologe René Laurentin hat Hunderte davon untersucht und viele Bücher über dieses Argument geschrieben, die im katholischen Buchhandel leicht erhältlich sind. Die Autoren, welche sich mit diesen Vorkommen befaßten, sind in der Tat viele, doch ist der internationale Ruf Laurentins, seine früheren Studien über Lourdes und die solide, wissenschaftliche Beweisführung für die Untermauerung ausreichend.



Die Kirche kennt schon seit jeher mystische Phänomene, jedoch nicht in der derzeitigen Vielzahl und Verbreitung, wie in unserem Jahrhundert, besonders in der zweiten Hälfte. Die Kirche ist jedoch zweigeteilt: Auf der einen Seite jene, die wirklich an das Übernatürliche glauben, auf der anderen Seite jene, die behaupten daran zu glauben, jedoch damit beschäftigt sind, die Geschichte mit menschlicher Kraft, Vernunft, Aktivismus, Leistung, "Kultur", voranzutreiben, indem sie praktisch die Tradition (und die Eucharistie) als Eingebung und abstraktes Andenken herabsetzen.