Monate danach

Am darauffolgenden Abend

gegen 11 Uhr, lag ich ausgestreckt im Bett, und während ich über diese Vorkommnisse nachdachte, und überlegte, wem ich diese anvertrauen könnte, erfüllte ein starkes Licht, das vom Fenster kam, das Zimmer. Ich öffnete die Arme und sprach:

  • Herr, das ist für mich in der kurzen Zeit zu viel!

Als ich diese Worte gesprochen hatte, verschwand das Licht.

Nach diesen Vorkommnissen änderte sich mein Leben. Ich ging wieder in die Kirche und besuchte wohl alle Kirchen von Bozen und Umgebung, besonders die Herz-Jesu-Kirche in der Rauschertorgasse.

In dieser Kirche war ich oft zur eucharistischen Anbetung anwesend, die täglich zwischen 21 und 22 Uhr stattfand. Am letzten Freitag des Monats Januar 1977 um 21 Uhr, während ich in der Herz-Jesu-Kirche betete, begannen sich meine Haare beiseite zu legen, und von der Stirn rannen Blutstropfen, wobei ich mein Haupt nicht mehr bewegen konnte.

Dieser Zustand bewirkte in mir ein freudvolles Gefühl, und ich glaube, es handelte sich in der Tat um eine Ekstase. Ich schloß die Augen und es erschien mir eine weiße Wolke, in der sich ein menschliches Gesicht abzuzeichnen begann, das ich bisher auf keinem Bild gesehen hatte.

Zuerst bildeten sich die Haare, dann die blutende Stirn, die (geschlossenen) Augen, Nase, Mund, und alle anderen Gesichtsteile. Eindrucksvoll war, daß ich das Gesicht trotzdem sah, auch wenn ich die Augen schloß. Es war eine wunderbare Vision und ich schrie:-

  • Sprich zu mir, Herr sprich, geh nicht weg!

Die Wolke hüllte wieder alles ein und die Vision verschwand. Ich schaute mich um in der Meinung, daß alle anwesenden Personen nach meinem Schrei zu mir schauen würden, aber alle blieben in der gleichen Haltung, so, als ob nichts geschehen wäre.


Eine Woche später, immer während der abendlichen Anbetung, machte ich eine Frau aus, die aus einem Gebetsblatt mit einem schönen Jesusbildnis las.





  • Ich bat sie, es mir zu zeigen, und mit großer Aufregung erkannte ich wieder das in der Vision gesehene Antlitz. Ich rief aus, ich hätte Ihn gesehen, und sie erklärte mir, es handele sich um das heilige Antlitz, das Veronika empfing und dessen Original sich in Rom befinde.

continua...